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Freiwillige Spende

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kommen wir gleich zur Sache: Mit dieser Möglichkeit möchte ich dich bitten, die Unabhängigkeit von Regional-ist-gut.com sicherzustellen. 98 % meiner Leserinnen und Leser spenden nicht, sie ignorieren diese Möglichkeit einfach. Wenn du zu den bemerkenswerten Menschen gehörst, die bereits an mich gespendet haben, möchte ich dir aufrichtig dafür danken. Wenn alle, die das lesen, 2 € spenden würden, könnte ich den Fortbestand dieses Blogs über Jahre hinweg sichern. Dazu ist nur das nötig, was ein Kaffee kostet. Es ist nicht einfach für mich, dich darum zu bitten, da du sicher viel zu tun hast und ich störe wirklich nicht gern. Viele haben gesagt, dass ich es bereuen würde, aus Regional-ist-gut.com keine kommerzielle Seite zu machen. Aber es würde einen Verlust für die kulinarische Welt bedeuten, wenn dies ein kommerzielles Unternehmen wäre. Mein Blog ist ein Ort zum lernen, lesen, inspirieren lassen, ohne Werbung. Hier finden alle zusammen, die qualitativen Content schätzen. Mir ist klar, dass die wenigsten Menschen das hier lesen werden. Ich hoffe, dass du dir Gedanken darüber machst, wie wertvoll es ist, auf eine allgemein zugängliche Wissens- und Inspirationsquelle zurückgreifen zu können – kostenlos, ohne Zwang, ohne Werbung. Wenn Regional-ist-gut.com dir in diesem Jahr Wissen und qualitativ hochwertigen Inhalt im Wert von 2 € vermitteln konnte, nimm dir bitte etwas Zeit, um den Fortbestand meines Blogs zu sichern. Vielen Dank, dein Michael

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20171207_184144040_iOSAlso ehrlich gesagt, ich habe keine Angst vor dem was man mir tagtäglich in Form von bunten Filmchen, Hochglanzbildern oder noch so einprägsamen Slogans versucht einzureden, damit mein Leben angeblich schöner, aufregender, abenteuerlicher oder einfacher wird. Ich habe keine Angst vor dem Kundenbetreuer eines Großkonzernes, der alljährlich um die selbe Zeit unangemeldet bei mir in der Küche steht, um mir die neuesten Tüten-, Tuben- und Dosenkreationen der durch seine Persönlichkeit repräsentierten Firma vorzustellen. Auch nicht vor einer von ihm höchstpersönlich getätigten Aussage, das die Convenience-goods ja qualitativ immer besser werden würden, und man dies als tolle Chance in den Profiküchen sehen solle, weil die Köche ja immer schlechter werden würden. WOW! Was mir wirklich Angst macht, sind die Profiköche, die diese Produkte dann tatsächlich  in den Küchen benutzen, anstatt ihre eigenen berufsspezifischen Fertigkeiten auszubauen und zu perfektionieren. Angst machen mir auch die Küchenchefs, die nicht viel daran setzen, ihre Mitarbeiter in der Küche weiterzubilden, weiterzubringen, und damit auch den Betrieb selbst. Angst machen mir Begriffe wie „hausgemacht“ oder „regional“ die dann auch noch in diesem Zusammenhang ihren Kopf auf Speisekarten oder Werbebroschüren hinhalten müssen. Ich habe keine Angst vor Kaffeemaschinen, die jeden Tag auf das Neue gefüttert mit Unmengen von Kaffeepads und Tabs, vom „Sexiest Man alive“ beworben, werden. Ich habe vielmehr Angst um die Konsumenten, die tatsächlich diese Maschinen kaufen. Menschen, die bereit sind, für Kaffeepulver über 30.- Euro pro Kg zu bezahlen, einen Berg von Müll erschaffen, und sich damit noch fühlen wie ein Drachentöter, der sich sein eigenes Königreich erschaffen aus Lifestyle-Produkten und Wegwerfartikeln. Es macht mir Angst, das qualitativ hochwertige Produkte und Lebensmittel es heutzutage so schwer haben entdeckt und geschätzt  zu werden, wir mehr und mehr dem vertrauen, was uns Konsumenten als Qualität und hochwertig mit markigen und beschönigenden Werbeslogans durch nicht- oder personenbezogene Werbung vorgespielt wird, das wir uns nicht mal mehr in der Lage sehen hochwertig von minderwertig unterscheiden zu können. Wir vertrauen offensichtlich den falschen Göttern, weil wir uns diese Differenzieren wohl nicht mehr zutrauen, weil wir „zivilisiert“ sind, weil wir uns im Zuge der Globalisierung nicht mehr auf die Suche nach guten und wertvollen Produkten machen müssen, ja wir müssten dank Onlinehandel und Internet nicht einmal mehr das Haus verlassen, um alles zu bekommen. Vielleicht sollten wir langsam mal wieder lernen den Wert von guten Produkten zu akzeptieren und auch zu schätzen, dann wären wir schon mal wieder einen wichtigen Schritt in Richtung Regionalität gegangen. Denn dann wären wir auch mit Sicherheit bereit, den Mehrwert für dieses Produkt zu bezahlen. Und wir würden nicht mehr so leichtfertig mit Ressourcen und Nachhaltigkeit umgehen, auch wenn selbst die Industrie diese Begriffe zwischenzeitlich im allgemeinen Trend für sich in Anspruch nimmt. Lebensmittel sind kostbar! Lebensmittel sind das Mittel, das wir zum leben brauchen. Und je besser die Lebensmittel, umso besser werden wir leben. Das Titelbild in diesem Artikel zeigt eine Thaisuppe, welche ich mir gestern aus den Resten der in meinem Kühlschrank befindlichen Lebensmitteln gekocht habe. Am Sonntag fahre ich wieder nach Zürs an den Arlberg ins Hotel Arlberghaus um in die neue Wintersaison zu starten. Ich hätte es mir einfach machen können, meinen Kühlschrank einfach ausräumen, putzen und ausstecken können. Nur, wo wäre da der Wert dieser Lebensmittel geblieben, wo die Wertschätzung für Produkte…davor habe ich vielmehr Angst…

One comment on “Chroniken: Ich habe keine Angst…

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