Heute gibt es Schwein…

20171011_174841780_iOSZugegeben, das Schwein gilt nicht gerade als eine unserer beliebtesten Fleischsorten und dennoch liegt der Schweinefleisch Anteil, gemessen am pro Kopf Verbrauch, bei 60% aller gängigsten Fleischsorten. Trotz Negativschlagzeilen wie Massentierhaltung und grauenhaften Tiertransporten immer noch absoluter Spitzenreiter. Einer der Hauptgründe hierfür ist sicherlich auch der Preis. 20171011_181824401_iOSBei manchen Angeboten frage ich mich ernsthaft, wie sich das überhaupt noch rechnet. Ein wunderbar durchwachsener Schweinehals, nebenbei bemerkt ist dieser Teil ausgezeichnet geeignet für Steakfleisch, gibt’s für 3,99/Kg? Naja, Olivenöl gibt es ja auch schon literweise für 6,99 Euro beim Discounter. Wer auf Qualität achtet, musste schon immer etwas tiefer in die Tasche greifen.  Und so habe ich mich heute nicht für irgendein Schwein entschieden… Ein Schweinerücken vom Duroc Schwein sollte es sein. Duroc und Pietrain sind die weiterverbreiteten Schweinerassen auf Grund ihrer ausgeprägten, saftigen Fettanteils. 20171011_175945767_iOSAber damit bin ich wohl auch wieder out. Neueste Mode: der Konsument will heutzutage Schweine haben, die weniger Fett ansetzen. Schließlich ernähren wir uns ja alle auch seit neuestem extrem bewusst und gesund, verzichten beinahe gänzlich auf den bösen Zucker, Kohlenhydrate (was war das nochmal???) und natürlich auch Fette…unwissend, das wir Menschen eigentlich dem Schwein näher sind als uns lieb ist. Schweine fressen alles: ja, weil wir ihnen Abfallkost vorsetzen. In der Natur jedoch ernähren sie sich von Wurzeln, Nüssen, Eicheln und anderer Köstlichkeiten. 20171011_182051787_iOSUnd wäre es uns nicht möglich zu schwitzen, wir uns schnell einen Sonnenbrand zuziehen könnten, auch wir würden es lieben uns im Schlamm und Dreck zu suhlen um Linderung zu erhalten.  Wer in China und Südostasien im Jahr des Schweins geboren ist, gilt als ehrlich, tolerant, edelmütig und vertrauenswürdig.  20171011_202511000_iOS_MomentIch bin ein Klassiker, und ich bleib dabei. Für mich darf es auch eine richtige Fettschicht sein, beim Schwein! Und diese darf ruhig recht scharf und knusprig angebraten werden, mit Schmorgemüse (Karotten, Lauch Sellerie), Weißwein, Nelken, Lorbeer, schwarzen Pfefferkörnern, Knoblauch, Rosmarin und Zwiebeln. 20171011_210927537_iOSUnd dann den ganzen Schweinerücken sanft bei maximal 100 Grad im Ofen gar geschmort. Eine wahre Geschmacksexplosion, besonders das Schmorgemüse, das nach dem Garen des Fleisches noch im eigenen Bratensaft weich gezogen wird. Hier steckt die ganze Kraft des Fleisches und der Aromen drin. 20171011_210948911_iOSIch habe beim Anrichten gänzlich auf Kohlenhydrate, also Sättigungsbeilagen, verzichtet. Allenfalls ein frisch aufgebackenes Baguette oder Semmel würde den ganzen Geschmack dieser Form der Zubereitung zum tragen bringen. Dies soll aber nicht pauschal bedeuten, das ihr es mir gleich tun müsst. In einem anderen Beitrag gab es mal ein Selleriepüree, oder falls ihr euch mal am Kimchi versuchen solltet, als Beilage zum Schweinerücken…einfach ausprobieren, der Geschmack entscheidet letztendlich. Guten Appetit!

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