Ich bin doch gar kein Käse!

 

20170926_190304335_iOSAm Anfang dieses Beitrages standen nicht, wie sonst üblich, die Lebensmittel im Vordergrund, sondern die Idee, eine einfache Speise einmal anders zu präsentieren. Eine Präsentation, die auch bei „einfacher“ Hausmannskost Lust auf Essen macht. Liebevoll zubereitet, sorgfältige Auswahl der Produkte, und nicht zuletzt das Arrangement der selben. Wer würde da nach einer atemberaubenden und erlebnisreicher Wanderung in unseren herrlichen Tiroler Alpen, endlich sehnsuchtsvoll, hungrig und durstig, auf einer Almhütte angekommen, nicht auch beim Anblick einer solchen Jause dem Kellner leise zuflüstern: „Ich hätte gern das Gleiche wie der Herr dort drüben“…20170926_194623763_iOS Und so kristallisierte sich nach und nach genau diese Idee heraus. Das Video dazu ist entstanden, weil ich mich bei eindrucksvollen aber eigentlich alltäglichen Erlebnissen, ganz gleich ob einen fantastischen Sonnenuntergang oder einer Kirchturmspitze, die sich beim annähern langsam aus dem morgendlichen Nebel löst, nur zu oft nach Hollywood-Manier gefragt habe: „Und wo ist jetzt die Musik dazu…?“ Bewegte Bilder, mit entsprechender Musik untermalt, haben eine andere, differenziertere Wirkung auf unser Empfinden, lassen uns alltägliche Dinge in völlig neuem Licht erscheinen. 20170926_194306427_iOSUnd somit wurde es der Käse, der eigentlich gar kein Käse ist, sondern nur auf Grund seiner Form als ebensolcher bezeichnet wird. Grund hierfür ist der Ursprung  des Wortes „Fleischkäse“ aus der benachbarten Schweiz. Und tatsächlich kann dem Leberkäsebrät in seiner Herstellung Leber in von Region zu Region unterschiedlichen Mengen, beigefügt werden. Diese Zutat findet aber heute fast keine Verwendung mehr. Wem es jetzt ein wenig graust, geht am besten auf Nummer sicher mit „bayrischen Leberkäs(e)“ oder „Leberkäse bayrischer Art“. Bayrischer Leberkäse enthält keine Leberanteile. Brät nennt man die Grundmasse: im Kutter fein faschierte Teile von entsehntem Rind- und fettreiches Schweinefleisch, Speck, unter Zugabe von Pökelsalz, Pfeffer und Majoran gewürzt. 20170926_182200245_iOSGebacken wird dieses Brät dann, meist in Fleischhauer üblichen Schalen aus Aluminium, im Ofen. Ich bevorzuge eher eine niedere Temperatur um die 160 Grad. Er braucht dann zwar bis zu einer Stunde um gar zu werden, aber die allerorts geschätzte Kruste bildet sich somit schön langsam und gleichmäßig aus. 20170926_194320072_iOSUnd es macht Spaß diesen Fleischkäse langsam im Ofen wachsen zu sehen… Zeit genug sich ein Dressing für den Beilagen-Salat vorzubereiten. Dunkler Guten Balsamicoessig, Salz, Zucker und ein natives Olivenöl, mehr braucht es eigentlich nicht. Dazu ein frisch gebackenes Steinofenbaguette und mittelscharfer Senf. 20170926_193502920_iOSUnd sollte tatsächlich von dieser herrlichen Brotzeit etwas übrig bleiben, was ich mir nicht vorstellen kann, lässt sich der kalte, in Scheiben geschnittene Fleischkäse am nächsten Tag wunderbar in einer Pfanne anbraten. Dazu ein Spiegelei, vielleicht Rösterdäpfel mit Speck und Zwiebeln, und als Garnitur eine gefächerte Essiggurke. Und als Fastfood war er schon immer zwischen zwei Semmelhälften ein beliebter Klassiker ob gebraten oder frisch aus dem Ofen. In jedem Fall wünsche ich viel Spaß mit der Inspiration und „Guten Appetit von ganzem Herzen!!!“

Hier geht’s zum Video…

 

 

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