Ich bin doch gar kein Käse!

  Am Anfang dieses Beitrages standen nicht, wie sonst üblich, die Lebensmittel im Vordergrund, sondern die Idee, eine einfache Speise einmal anders zu präsentieren. Eine Präsentation, die auch bei „einfacher“ Hausmannskost Lust auf Essen macht. Liebevoll zubereitet, sorgfältige Auswahl der Produkte, und nicht zuletzt das Arrangement der selben. Wer würde da nach einer atemberaubenden und…

Am Anfang war das Huhn…

Wie aus dem schmackhaftem Huhn in Verbindung mit der Hühnerbouillon ein leckeres Ragôut fin wird, das könnt Ihr hier in diesem Beitrag erfahren. Als ich die Hühnerbouillon gemacht habe, war ich begeistert wie zart und saftig das Hühnerfleisch geblieben war. Wichtig hierbei war, das noch kein Salz der Flüssigkeit hinzu gegeben wird, weil sonst das…

„Das Käsen kommt aus dem Handgelenk!“

  Florian Senftlechner ist ein Individualist: Snowborder, Mensch, Ziegenzüchter, Affineur. Ein Mann, mit Ecken und Kanten, nur Nullen haben keine. Und ihn erleben zu dürfen, in seinem Element, auf seinem Terrain, das ist schon wirklich ein Erlebnis. Fundiert, sicher, straight. Mit einem riesengroßen Herz auf dem rechten Fleck, ganz besonders für seine größte Leidenschaft, seinen…

Gebacken, nicht frittiert!

Wer kennt den größten Unterschied zwischen Österreichern und Deutschen? Richtig: Die Sprache! Man muss schon ein paar Jährchen in diesem wunderschönen und geschichtsträchtigen Land zugebracht haben, um sich, auch im kulinarischen Sinne, verständlich unterhalten zu können. Denn in Österreich wird ein Hendl nicht frittiert, sondern gebacken! Es heißt ja auch Backhendl, und nicht Frittierhendl. Und…

Schwein gehabt!

Wenn ein Schwein bei Stefanie in Zöblen im Tannheimer Tal, Tirol, aufwachsen oder gar das Licht der Welt zum ersten Mal erblicken darf, dann hat es sprichwörtlich „Schwein gehabt“. Stefanie Radolf ist Hofbesitzerin, mit Herz, und Seele. Den Käthrerhof, benannt nach Katherina Hörbst, aber das ist schon über 150 Jahre her, bewirtschaftet Sie heute erfolgreich…

Es wird heuer nicht viele geben….und ich habe gebacken für euch

Er kam im April diesen Jahres, der Frost, der den heimischen Zwetschken, besonders um die Stanzer Region herum stark zugesetzt hat. Und deswegen wird es heuer nicht viele heimische geben. Ich habe noch welche bekommen, und mache mir daraus einen wunderbar duftenden Zwetschkenkuchen, auf Gateaux-Baisis, mit einem Hauch von venezuelischem Rum. Die Gateaux-Masse ist die…

Kinder, Kinder….

In meiner langjährigen Tätigkeit als Koch und Küchenchef waren Sie immer eine große Herausforderung an mich: Kinder. Sie stellen völlig andere, nicht selten für uns Erwachsene schon beinahe verwirrende, Ansprüche. „Bloß nichts grünes auf den Teller, auch keinen Kräuterzweig!“, so lautete einmal die Ansage eines Oberkellners. Natürlich hatte er keine Lust nur wegen einem kleinem,…

Ich habe mir etwas mitgebracht….

Wenn die Tage wieder kürzer werden, sich der Tau morgens auf die Wiesen und Äcker legt, wird es Zeit für etwas kräftiges, für stärkendes und gehaltvollem. Und während ich hier schreibe, köchelt ein herrliches Suppenhuhn frisch vom Erzeuger, genüsslich auf kleinster Flamme vor sich hin, gibt alle Aromen, nebst Lorbeer, schwarzem Pfeffer, Nelken und Wurzelgemüse…

Wenn die Tage kürzer werden….

„Tirol ist ein grober Bauernkittel, mit vielen Falten, aber er wärmet trefflich gut“ Kaiser Maximillian I Landwirtschaft heißt Arbeit, Landwirtschaft heißt immer Arbeit. Kein Tag ohne Ruhe, ohne emsiges Treiben, und ohne das nicht etwas für den Hof getan wird, außer Sonntags, da ist Kirchgang, denn gottesfürchtig ist man hier, im tirolerischen Außerfern und angrenzendem…

Alles für die Mülltonne!

Wer sagt uns eigentlich welche Lebensmittel, also Mittel zum Leben, noch zum Verzehr geeignet sind, und welche wir besser entsorgen sollten? Auf den Produkten der Industrie ist ein Datum angeben, dem MHD, Mindesthaltbarkeitsdatum. Und wie der Name schon sagt, ist dieses Lebensmittel genau bis zu diesem Datum MINDESTENS halt- und genießbar. Und danach? Ernsthaft? Was…

Und das im Zeitalter von Smartphone, Internet und Digitalisierung

Bücher? Wer braucht denn sowas heute noch… Vielleicht bin ich ja ein Dinosaurier, in der Tradition behaftet, und das trotz all der technischen Mittel, die ich selber gerne nutze. Aber bei Fachliteratur, das war ich immer klassisch veranlagt. Nirgendwo erhalte ich mehr fundiertes Wissen, Küchengeheimnisse und Inspiration vermittelt, wie in all diesen Werken namhafter Publizisten,…

Gutes braucht Zeit…

Was könnte das wohl werden?   Wenn ich eines in Österreich gelernt habe dann, das gut Ding will Weile haben, besonders beim Essen. Und eine meiner Leibspeisen ist der Tafelspitz. Weil es etwas ist, das langsam wächst, gart, geruhsam, müßig, über Stunden hinweg, nur ganz leicht siedend in frischem Wurzelgemüse, Lorbeer, Nelken, Pfefferkörnern, Liebstöckel, Zwiebeln,…

Frühstück in den Bergen….

So lässt es sich in den Tag starten… Nach einer Wanderung hoch zum Speichersee in Lermoos wurden die Gäste mit einem reichhaltigen, heimischen Frühstück belohnt. Hausgemachte Marmeladen, Kirsche, Marille und Rhabarber mit einem Hauch von Vanille… Planseer Bergkäse von der Musteralpe, oder aus Hochfügen im Zillertal… Hausgeräuchertes, Würstl und Blutwurst von der Metzgerei Ratzenberger in…

Ein Leben in den Bergen….heute Nacht kam der erste Schnee…

In der Gastronomie heißt es immer, wir arbeiten dort wo andere Urlaub machen… Soweit, so gut, und völlig korrekt. Nur, damit sind wir auch an vorderster Front, besonders was das Konsumverhalten der uns liebgewonnenen und geschätzten Gäste anbelangt. Ich habe mich oft in meiner langjährigen Tätigkeit als Küchenchef gefragt, ob denn diese Gäste zuhause die…

Der Posthof in Reutte…

Eines meiner Lieblingsprojekte hier in Reutte, der „Posthof“… Eier von glücklichen Hühnern. Lämmer,Schweine, aktuell den ersten eigenen Portwein…und Kultur! Es wird mit Sicherheit spannend. Hierüber in den nächsten Wochen mehr. Elisabeth, ich freu mich!!!

Ein Leben mit der Kulinarik…

Wer bin ich, was will ich mit diesem Blog… Von Kindesbeinen an war ich meinem Thema stets verbunden. Mit meinen Eltern oft auf Reisen ermöglichten Sie mir kulinarische und kulturelle Einblicke in unsere Welt, welche ich erst Jahre später durch meinen beruflichen Werdegang wirklich zu verstehen lernte… Mein Vater, Jahrgang 23, war ein sehr naturverbundener…